Russlands Truppenaufmarsch an der ukrainischen Grenze: Warum jetzt?

Ukraine-Russland-Donbass

Besorgniserregende Signale sind zu erkennen: Die Truppenkonzentrationen der russischen Föderation an der ukrainischen Grenze sind ungewöhnlich und gleichzeitig angsterregend. Die Parallelen zum letzten Kriegsausbruch sind deutlich. Zudem sind die Beziehungen zwischen beiden Staaten seit dem von Russland gesteuerten Krieg in der ukrainischen Donbass-Region und der Besetzung der Krim durch russische Soldaten so schlecht wie keine zweite zwischen anderen europäischen Staaten.

Besteht die Gefahr eines Krieges zwischen Russland und der Ukraine?

Insgesamt ist die Lage als sehr ernst zu bezeichnen und vermutlich ist die Kritik aus der Ukraine und anderen östlichen NATO-Staaten berechtigt, dass Deutschland und andere westliche Staaten die Lage nicht in ihrer Tiefe und Bedrohlichkeit begreifen. Auch Auswertungen aus unserer MBI CONIAS Konfliktdatenbank, in der der Verlauf von mehr als 1.000 politischen Konflikten seit 1945 gespeichert ist, zeigen deutlich, dass in weit mehr als 50% aller verzeichneten Fälle auf solche Art von Truppenkonzentrationen Kriege oder andere hochgewaltsame militärische Auseinandersetzungen folgten. Besorgniserregend war zuletzt die in Russland durch die staatlich kontrollierten Medien verbreitete Meldung, die Ukraine plane Rückeroberungen. Aktionen wie diese bereiten die wichtige und von der russischen Regierung benötigte innerstaatliche Legitimation für einen weiteren Krieg gegen die Ukraine vor. Unternehmen ist in dieser angespannten Situation zu empfehlen, äußerst achtsam vorzugehen, vermeidbare Reisen in die Ukraine zu unterlassen und sich mit Notfallplänen auf eine Unterbrechung der ukrainischen Lieferkette vorzubereiten.

Warum ist diese Entwicklung gerade jetzt zu beobachten?

Zu einer Lage-Analyse gehört auch immer die Frage: Welche Bedeutung hat der Zeitpunkt der Aktion? In anderen Worten ausgedrückt: Warum erfolgt der Aufmarsch jetzt, warum nicht vor zwei Monaten, was hat sich zwischenzeitlich verändert? Mindestens zwei Antworten sind hier denkbar, eine untermauert die Bedrohlichkeit der Aktion, die andere könnte ein rationales Argument liefern, welches Hoffnung auf einen friedlichen Ausgang der Situation gibt. Kritisch zu sehen ist, dass Russland in den vergangenen Jahren in den umstrittenen Regionen der Ost-Ukraine in großem Umfang Pässe an die Bevölkerung ausgeben ließ. Schätzungen gehen von mindestens 400.000 neuen russischen Staatsbürgern aus. Diese könnten Russland nach eigenem Verständnis ein Argument liefern, diesen Bevölkerungsteil nun auch auf offiziell russischem Staatsgebiet schützen zu wollen.

Testet Russland den neuen US-Präsidenten?

Die zweite Sichtweise stammt eher aus den Tagen des Kalten Krieges, ist aber angesichts des aktuellen Zustands des internationalen Systems möglicherweise genau deshalb richtig: Russland testet den neuen US-amerikanischen Präsidenten, der noch keine 100 Tage im Amt ist. Seine Pläne für ein umfangreiches innerstaatliches Konjunkturprogramm, die Ankündigung des Rückzugs amerikanischer Soldaten aus Afghanistan und die durch COVID zusätzlich angespannte Haushaltssituation machen deutlich, dass er kein Interesse an weiteren internationalen militärischen Engagements haben sollte.  Joe Biden muss nun aber zeigen, wie er auf die Provokationen aus Russland reagieren wird. Es könnte die Ouvertüre für die US-amerikanischen und russischen Beziehungen für die nächsten Jahre sein. Es scheint klar, dass US-Präsident Biden genau so wenig wie US-Präsident Obama während der vorangegangenen Krise 2014 für die Ukraine eine militärische Konfrontation eingehen will. In diesem Kontext muss er deutlich machen, dass die USA ein ähnliches Vorgehen wie 2014 nicht akzeptieren werden. Nur wenn Biden jetzt schnell und entschieden handelt, wenn er glaubhaft vermittelt, dass die USA wieder verstärkt Interesse an der Rolle als Weltpolizist haben, kann der Aufmarsch Russlands unter mehr oder weniger glaubhaften Begründungen abgebrochen und die Truppen an der Grenze zur Ukraine reduziert werden. Andernfalls könnte Russland versuchen, das von den USA verursachte Machtvakuum zu nutzen – wie andere Regionalmächte auch. Eine weitere Schwächung des internationalen Systems mit vielen weiteren internationalen Krisen wäre die Folge.

Politische Risiken gelten bisher als komplex und wenig greifbar. Kontaktieren Sie unser Sales Team, um zu erfahren, wie MBI’s CONIAS Risk Intelligence Unternehmen dabei unterstützen kann, Risiken frühzeitig zu erkennen und gezielte Anpassungsstrategien zu entwickeln.


Über den Autor:

Dr. Nicolas Schwank
Chief Data Scientist Political Risk
Michael Bauer International GmbH

Bildquelle: ВО «Свобода», CC BY 3.0, via Wikimedia Commons

Die Bedeutung des Standorts in der Immobilenbranche

Gewerbeimmobilien

Der wichtigste Faktor im Immobiliengeschäft ist der Standort. Der Wert einer Immobilie hängt stark von der Umgebung und deren wirtschaftlichen und sozialen Bedingungen ab. Für die Bewertung bestehender Investitionen und die Due-Diligence-Prüfung zukünftiger Investitionsmöglichkeiten können Standortdaten genutzt werden. Somit kann das Potenzial eines Gebietes frühzeitig erkannt und ein Vorteil gegenüber der Konkurrenz erzielt werden.

Das detaillierte Verständnis eines Standorts und aufkommender Trends in der Nachbarschaft verschafft Investoren einen Vorsprung beim Kauf oder Verkauf von Immobilien in bestimmten Gebieten oder Regionen. Um Investitionsentscheidungen an Anforderungen und Bedürfnissen auszurichten, können Einblicke in die Demographie eines Gebiets hilfreich sein. Die Nutzung von Daten zu Bevölkerung, Haushalten, Kaufkraft und Consumer Styles gibt nicht nur Aufschluss über die heutige demographische Situation, sondern auch darüber, wie sich das Gebiet in den kommenden Jahren nach der Investitionsentscheidung entwickeln wird.

Bei Gewerbeimmobilien definiert sich der Wert eines Standorts darüber, wie viele Menschen am Standort vorbei gehen, diesen besuchen und deren Aufenthaltsdauer vor Ort. Location Intelligence ermöglicht es Unternehmen in der Immobilienbranche, profitable Gewerbeimmobilien und -standorte zu finden und in diese zu investieren. Darüber hinaus reduziert die Abstimmung der Geschäftskonzepte der Mieter auf das Konsumverhalten in der jeweiligen Gegend das Risiko ausfallender Geschäfte und damit die Fluktuation in vermieteten Gewerbeimmobilien.

Standortdaten können in der Immobilienbranche einen Wettbewerbsvorteil bedeuten. Durch die Nutzung von Soziodemographie, Kaufkraftdaten und Mobile Trace Data von MBI können Unternehmen Potenziale erkennen und fundierte Investitionsentscheidungen treffen. Wenn Sie daran interessiert sind, Ihren Entscheidungsprozess mit Location Intelligence zu optimieren, kontaktieren Sie noch heute unser Sales Team.

Kriegsgefahr zwischen China und Taiwan? MBI CONIAS Frühwarnindikatoren bewegen sich nach oben

CONIAS Konflikt Spotlight: China (Taiwan)

Erst gestern wurde berichtet, dass ein hochrangiger US-Admiral vor einer chinesischen Invasion Taiwans in den nächsten sechs Jahren warnt. Dies ist einer von mehreren ähnlichen Berichten, die in den letzten Wochen im Zusammenhang mit dem China-Taiwan-Konflikt veröffentlicht wurden. So hat China selbst erst vor wenigen Wochen, Ende Januar, Vertreter in Taiwan gewarnt, dass weitere Bemühungen in Richtung Unabhängigkeit “Krieg bedeuten würden”.

MBI CONIAS berücksichtigt nicht nur aktuelle Ereignisse, sondern bezieht auch historische Entwicklungen in Analysen mit ein

Ist Taiwan ein – selbsternannter – unabhängiger Staat oder eher eine, nach Ansicht der Volksrepublik China, gefallene Provinz Chinas? Dieser Dissens besteht seit dem Ende des Bürgerkriegs in China, der Gründung der Volksrepublik China im Jahr 1949 und dem Exil der nicht-kommunistischen Regierung auf der Insel Taiwan.

Die diplomatischen Beziehungen begannen sich zuletzt 2016 zu verschlechtern, was 2019 zu starken Spannungen mit häufiger Verletzung des taiwanesischen Luftraumes mit Kampfflugzeugen und der Hoheitsgewässer mit Baggerschiffen durch China führte. Taiwan hingegen bereitet sich auf eine chinesische Invasion vor.

Darüber hinaus üben China – welches fast das gesamte Meer innerhalb seiner “nine-dash-line” beansprucht – und die USA als Hauptkontrahenten militärische Manöver aus, um im Konflikt um das Südchinesische Meer Stärke zu zeigen. Aufgrund der vielen Überschneidungen zu diesem Konflikt und der Bedeutung der taiwanesischen Computertechnologie für die westlichen Nationen ist eine weitere Eskalation nicht gänzlich unwahrscheinlich.

Ein vollständiges Bild der Situation ergibt sich nur, wenn alle politischen Konflikte in und um China in die Analyse einbezogen werden

Der China-Taiwan-Konflikt ist nur einer von 16 laufenden Konflikten mit direktem Bezug zu China, die von der CONIAS Risk Intelligence Datenbank überwacht werden. Darüber hinaus beobachten wir fast 900 weitere Konflikte, von denen einige auch die Sicherheit Chinas betreffen. Nur durch die Kombination aller Beobachtungen lässt sich der Gesamtrisikowert für China und jede seiner Provinzen berechnen.

Erfahren Sie mehr über MBI CONIAS Risk Intelligence und kontaktieren Sie noch heute unser Sales Team für ein erstes Gespräch.

 

Verwendete Quellen: The Guardian, BBC

Datenverfügbarkeit in verschiedenen Sprachen und Schriften erleichtert das Arbeiten in multinationalen Unternehmen

In Unternehmen mit Standorten in mehreren Ländern müssen sich Mitarbeiter oftmals an einheitliche Standards wie beispielsweise eine Unternehmenssprache, die nicht der Muttersprache entspricht, anpassen. Doch nicht nur internationale Unternehmen, sondern auch solche, die in einem Land mit mehr als einer Landessprache tätig sind, stehen vor diesem Problem.

Um diese Herausforderung zu lösen und beispielsweise Search & Display sowie Geocodierung in den jeweiligen verschiedenen Landessprachen und Schriften ausführen zu können, hat MBI im neuen Datenupdate 2021 Additional Names entwickelt.

Für ein Land wie beispielsweise Belgien werden die verschiedenen Variablen wie zum Beispiel Städtenamen nun in allen Landessprachen – in diesem Fall Niederländisch, Französisch und Deutsch – aufgelistet. Gleichzeitig ergibt sich in Ländern mit nicht-lateinischer Schreibweise wie beispielsweise Griechenland der Vorteil, dass diesen nun zusätzliche Einträge in der jeweiligen Landesschrift zur Verfügung stehen.

Additional Names können aufgrund ihrer übersichtlichen Auflistung und Integration in die mikrogeographische, administrative und postalische Ebene problemlos und einfach in bestehende Systeme importiert werden. Bei Interesse oder für weitere Informationen zu MBI Additional Names kontaktieren Sie unser Sales Team.

Weihnachtsspende

In diesem Jahr haben wir uns entschieden, unser jährliches Weihnachtsbudget an gemeinnützige Organisationen zu spenden. Weihnachten ist schließlich eine Zeit des Gebens und das beste Geschenk ist es, geben zu können. Anstatt einfach eine Organisation auszuwählen, haben wir die Entscheidung, wen wir unterstützen können, gemeinsam mit unseren Kunden und Partnern getroffen. Wir haben es ihnen selbst überlassen, ob sie ihren Teil unseres Weihnachtsbudgets an den WWF, Ärzte ohne Grenzen oder Lanta Animal Welfare spenden möchten.

Für Lanta Animal Welfare, eine gemeinnützige Organisation im Südwesten Thailands, haben wir uns anstelle einer globalen Organisation entschieden, weil eine unserer Mitarbeiterinnen dort im letzten Jahr selbst Freiwilligenarbeit geleistet hat. Da die Organisation fast ausschließlich auf Touristen angewiesen ist, um Unterstützung und Spenden zu erhalten, machte sie uns auf deren Notlage in Zeiten von COVID aufmerksam.

Alle Spenden wurden inzwischen angewiesen und wir hoffen die Organisationen in diesen schwierigen Zeiten dadurch unterstützen zu können. Wir ermutigen außerdem auch unsere Freunde, Kunden und Partner, diese oder ähnliche Organisationen in ihrem Bestreben zu unterstützen, denen zu helfen, die sich nicht selbst helfen können.

War der Militärputsch in Myanmar zu erwarten?

MBI-Militärputsch-Myanmar

Nach dem Sturm auf das Kapitol in den USA Anfang Januar folgte nun ein Militärputsch in Myanmar. Durch ihre stetigen Beobachtungen verschiedener Risikoaspekte war unseren MBI CONIAS Risk Intelligence Experten bewusst, dass in Myanmar die Gefahr eines Putsches bestand. Folgende Punkte hatten den Risikowert des Landes in den vergangenen Monaten anschwellen lassen:

  1. Der eindeutige Ausgang der Parlamentswahlen im November letzten Jahres, bei dem das machtbewusste Militär eine deutliche und empfindliche Niederlage erlebte;
  2. Die gescheiterten Klagen der unterlegenen militärnahen Parteien wegen vermeintlichen Wahlbetruges und
  3. Der entsprechenden Drohung des Militärs in der vergangenen Woche.

Nun hat das Militär führende Persönlichkeiten der Regierungspartei tatsächlich festgesetzt. Unter Ihnen auch die Friedensnobelpreisträgerin und de-facto Regierungschefin Aung San Suu Kyi.

Wird es gewaltsame Proteste geben?

Die Lage ist derzeit für Außenstehende und Beobachter noch schwierig einzuschätzen. „Was uns Sorge bereitet“, so Dr. Nicolas Schwank, Leiter der Abteilung für politische Risikodaten bei Michael Bauer International, „ist die Phase der Demokratisierung, in der sich das Land gerade befindet. Die mit 70% ausgesprochen große Beteiligung an den Parlamentswahlen im November zeigt uns, dass die Bevölkerung Gefallen an der demokratischen Mitbestimmung gefunden hat. Diese neuen Rechte möchten sie möglicherweise verteidigen.“ Seine Aufmerksamkeit gilt nun den verhafteten Wahlsiegern. Regierungschefin Aung San Suu Kyi, die im Land noch immer zu den beliebtesten Politikern gehört, hat die Bevölkerung bereits aufgefordert, sich dem Putsch zu widersetzen. „Entscheidend für die Frage, ob es gewaltsamen Widerstand gegen den Putsch geben wird, ist, wie sich die verhaftete Führungsriege weiter verhalten wird und ob sie zu Gewalt aufruft. Da San Suu Kyi jedoch aufgrund ihres gewaltlosen Widerstandes gegen das Militär bekannt und einflussreich geworden ist, besteht Hoffnung, dass ein Blutvergießen vermieden werden kann“.

Welche unternehmerischen Risiken entstehen durch die aktuellen Geschehnisse in Myanmar?

Die Gefahr für Investitionen, die westliche Unternehmen in den letzten Jahren getätigt haben, lassen sich aktuell ebenfalls noch nicht endgültig bewerten. „Das Risiko, dass westliche Staaten mit Sanktionen und Handelsembargos reagieren, schätze ich derzeit – auch unter Verweis auf in unserer Datenbank gespeicherte vergleichbare Fälle – als relativ hoch ein“ so Dr. Schwank weiter. Die Gefahr, dass die neue Militärregierung Produktionsstätten oder Lager ausländischer Investoren bewusst zerstört, sieht Dr. Schwank trotz der Abkapselung während der Militärdiktatur derzeit eher nicht. Das Militär will sich als Hüter von Recht und Ordnung präsentieren. Außerdem braucht das Land auch unter der Militärregierung dringend Devisen. Gleichzeitig besteht aktuell noch eine schwierige Informationslage und es empfiehlt sich, die Verlautbarungen des Militärs weiterhin genau zu verfolgen.

Die Ereignisse am Kapitol in den USA sowie der aktuelle Militärputsch in Myanmar zeigen, wie wichtig Wahltermine für die Analyse des aktuellen politischen Länderrisikos sind. Deshalb bieten wir allen Kunden und Interessenten unseren globalen MBI CONIAS Wahlkalender an. Bei Interesse oder für weitere Informationen zu MBI CONIAS Risk Intelligence kontaktieren Sie unser Sales Team.

Politische Risiken gewinnen an Bedeutung – Wir bieten die passenden Daten

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In der vergangenen Woche sind zwei globale Risikoberichte erschienen und beide untermauern unsere Analyse: Politische Risiken werden immer wichtiger. Während der Weltrisikobericht des Weltwirtschaftsforums in Davos explizit vor einem Zusammenbruch von Staaten sowie dem Einsatz von Massenvernichtungswaffen in der langfristigen Perspektive warnt, zählt das Allianz Risikobarometer den Ausbruch politischer Gewalt nun wieder zu den Top 10 der Unternehmensrisiken.

Ein genauerer Blick in die Berichte verrät, dass oftmals auch hinter anderen Nennungen eigentlich die Furcht vor politischen Risiken steckt. Sowohl beim Ausbruch von Pandemien als auch bei einer Verschärfung des Klimawandels gelten die größten Sorgen dem gesellschaftlichen Wandel wie wachsender Ungleichheit und Verteilungskämpfen innerhalb und zwischen Staaten.

In diesem Zusammenhang appellieren das Weltwirtschaftsforum, aber auch globale Unternehmensberatungen wie McKinsey, dringend an Unternehmen, ihr Risikomanagement zu überarbeiten. Unternehmen mit einer stark ausgeprägten Risikomanagement-Kultur verzeichnen nicht nur geringere Verluste in Schadensfällen, sie sind ihren Mitbewerbern z.B. auch im Hinblick auf Mitarbeiter- und Kundenbindung überlegen.

Politische Risiken gelten bisher als komplex und wenig greifbar, doch mit MBI’s CONIAS Risk Intelligence werden politische Risiken so leicht verständlich wie eine Wettervorhersage. Vereinbaren Sie noch heute ein Gespräch mit unserem Sales Team, bei dem Sie mehr erfahren.

 

Quellen: Weltwirtschaftsforum, McKinsey, Allianz

Aus statistischer Perspektive: Warum der Spaziergang zum Kapitol für den Machterhalt keine gute Idee war

Wie stark Donald Trump die Ereignisse am 6. Januar tatsächlich beeinflusst hat, werden Historiker zu einem späteren Zeitpunkt bewerten. Aus empirischer Sicht lässt sich jedoch heute schon sagen: Putsche sind in modernen Demokratien ein äußerst selten beobachtbares Phänomen, scheinen generell aus der Mode gekommen zu sein und sind in Demokratien außerdem fast nie erfolgreich.

In der MBI CONIAS Konfliktdatenbank sind gesondert auch Putsche und Putschversuche seit 1945 erfasst: Insgesamt können 668 Putsche und Putschversuche zwischen 1945 und 2020 auf Landesebene verzeichnet werden.

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Wie aus der Abbildung hervorgeht, war die höchste Anzahl von Putschen im Zeitraum von 1962 bis 1982 und dann noch einmal um das Jahr 1990 herum zu beobachten. Beide Hochphasen lassen sich durch die Anzahl junger Staaten und damit ungeprüfter Macht- und Sicherheitsstrukturen in der Zeit der Entkolonialisierung bzw. des Zusammenbruchs der Sowjetunion und des Endes des Kalten Krieges erklären. Der Bedeutungsverlust von Putschen lässt sich deutlich im Jahr 2018 erkennen – ein Jahr in dem kein einziger Putsch oder Putschversuch zu beobachten war.

Die rückläufige Verwendung dieses Instruments zum Machtwechsel (nur selten gebraucht zum Machterhalt) lässt sich unter anderem durch seine stark gesunkene Erfolgsquote begründen. Während im Zeitraum zwischen 1950 und 1980 mehr als zwei Drittel (69%) als erfolgreich gewertet wurden, weil sie zu einem Machtwechsel führten, kippt der messbare Ausgang in den Folgejahren in die gegenteilige Richtung. Von 1981 bis in die 1990er Jahre erreichten nur noch ein Drittel (34%) aller Putschisten ihr Ziel, der Rest scheiterte. Seit Mitte der 1990er ist die Anzahl der jährlich gemessenen Putsche stark rückläufig. Für die letzten zehn Jahre gilt, dass die überwiegende Mehrheit aller Putschversuche (62%) fehlschlug.

Besonders erfolglos sind Putsche in voll etablierten Demokratien, wie es die USA jahrelang waren. Der bekannteste dieser erfolglosen Putschversuche ist der Militärputsch in Spanien von 1982, als der damalige König Juan Carlos sich gegen das Militär und auf die Seite der Demokratie stellte.

Politische Instabilität stellt eine unmittelbare und hochkomplexe Reihe von Risiken für Geschäftsinteressen dar. Das Analysetool MBI CONIAS Risk Intelligence bewertet die politische Risikolage. Die aktuellen Daten von MBI unterstützen Unternehmen dabei, Risiken für Standort-, Logistik- und Investitionssicherheit frühzeitig zu erkennen und gezielte Anpassungsstrategien zu entwickeln.

Kontaktieren Sie unser Sales Team, um mehr über Putsche, ihre Erfolgsaussichten und die nachfolgenden Risiken zu erfahren.

Versicherungswirtschaft: Politische Risikodaten ab sofort auch für CRESTA Zonen verfügbar

Karlsruhe, 17. Dezember 2020: Die globalen politischen Risikodaten MBI CONIAS der Michael Bauer International GmbH sind ab sofort auch für die CRESTA Gebietsaufteilungen erhältlich, die die weltweiten Naturgefahren-Zonen abbilden. Die Kombination beider Produkte bildet nun die Risikowerte für politische und naturbedingte Bedrohungen ab und unterstützt die Versicherungsbranche, ihre Risiken zu minimieren.

Hier geht es zur Pressemitteilung: Politische Risikobewertung auf Basis weltweiter Naturgefahren-Zonen…

Kontaktieren Sie uns für mehr Informationen zu den MBI CONIAS Risikodaten auf Basis der CRESTA-Naturgefahrenzonen! 

Einheitliche Daten für europäische E-Mobility-Lösungen

Unzählige Daten müssen für den Ausbau von E-Mobilität und Ladeinfrastruktur in Betracht gezogen werden. Gleichzeitig stoßen viele Unternehmen bereits bei der Datenbeschaffung für weitere europäische Länder neben Deutschland auf Schwierigkeiten. MBI stellt einheitliche und vergleichbare Daten für fundierte Potenzialanalysen bereit und unterstützt damit Unternehmen auf dem Weg zur Elektromobilität.

Karlsruhe, 02. Dezember 2020: Die wertvollste Basis um die Herausforderungen der Elektromobilität zu meistern sind hochwertige Daten und deren Analyse. MBI’s europäischer E-Mobility Datenpool unterstützt Analysten und Planer von Verteilnetzen, Planer von öffentlicher und privater Ladeinfrastruktur, die Automobilindustrie sowie Einzelhandelskonzerne bei der Gestaltung zukünftiger Mobilitätskonzepte.

Je nach Branche sind die Fragestellungen unterschiedlich und müssen mit verschiedenen Datenlösungen beantwortet werden. Dabei geht es um Herkunft und Ziel der Autofahrer, aber auch um die Verweildauer an einem bestimmten Ort. Soziodemographische Fragestellungen zur Affinität für Elektromobilität spielen ebenfalls eine große Rolle.

MBI’s Datenportfolio beinhaltet unter anderen Daten zur Haushaltsstruktur und Soziodemographie. Weitere wichtige Erkenntnisse liefern Daten zur Marktsegmentierung und Zielgruppenbestimmung von Konsumenten sowie zum Verhalten von Zielgruppen, deren Bewegungsmuster, Aufenthaltsorte und -dauer.
Das Wissen über die Milieuzugehörigkeit der Bevölkerung beinhaltet ebenfalls viele Vorteile für die Zielgruppenansprache, da die meisten Entscheidungen unter Beeinflussung des Lebensstils und der Milieuzugehörigkeit getroffen werden.

Diese Informationen können mit weiteren Daten wie den PKW-Bestandsdaten verknüpft werden. Für zahlreiche europäische Länder verfügbar, beinhalten sie wichtige technische Informationen, wie beispielswiese die Kraftstoffart für über 97% der Fahrzeuge. Als HERE Technologies-Distributor verfügt MBI zudem über Standortdaten von Ladestationen, die für zahlreiche Länder der Welt vorliegen.

MBI Sales Director Andreas Wenzel sagt: „Der Energiesektor und die Automobilbranche befinden sich inmitten großer Veränderungen. Märkte und Zielgruppen müssen analysiert, Potenziale lokalisiert und Vertriebsmaßnahmen sowie Infrastrukturen genau geplant werden. Mit den richtigen Daten lassen sich viele dieser Fragen schneller und sicherer beantworten. Die Kombination aus MBI’s langjähriger Expertise und unseren weltweit einheitlichen und vergleichbaren Daten ermöglicht unseren Kunden eine präzise Grundlage für entscheidende Zukunftsplanungen.“

Kontaktieren Sie uns für mehr Informationen zum MBI E-Mobility Datenportfolio! 

Hier geht es zur Pressemitteilung: Einheitliche Daten für europäische E-Mobility-Lösungen…