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Die Kaufkraft in Europa steigt 2025 auf 14,8 Billionen Euro

2025 verfügen die Europäer im Durchschnitt über 18.768 Euro Kaufkraft pro Kopf. Das Kaufkraftwachstum pro Kopf fällt mit 3,5 % geringer aus als im Vorjahr. 632 Euro mehr als 2024 stehen einem Europäer durchschnittlich zur Verfügung. Doch wie groß sind die Unterschiede zwischen den europäischen Ländern? Welche Staaten haben die höchste Kaufkraft – und welche Regionen Europas könnten 2026 neue Chancen bieten?

Kaufkraftkarte Europa

Kaufkraftkarte Europa mit der Kaufkraft pro Kopf auf nationaler Ebene.

Kaufkraft-Ranking Europa 2025 – Top 10 Länder

Rang 2025StaatEinwohnerKaufkraftindex*
1Schweiz9.021.529286
2Luxemburg689.029245
3Island380.735202
4Norwegen5.580.976185
5Dänemark5.991.261170
6Österreich9.176.420167
7Deutschland83.748.038163
8Irland5.400.154162
9Vereinigtes Königreich68.507.444159
10Belgien11.876.021157

* Index je Einwohner; 100 = europäischer Durchschnitt

Bereits innerhalb der Top 10 im Kaufkraft-Ranking Europa 2025 werden deutliche Unterschiede sichtbar. Die Schweiz auf Rang 1 weist nahezu die doppelte Kaufkraft pro Kopf auf im Vergleich zu Belgien auf Rang 10.

Diagramm mit der Pro Kopf Kaufkraft 2025 der Top 10 Länder Europas: Schweiz, Luxemburg, Island, Norwegen, Dänemark, Österreich, Deutschland; Irland, Vereinigtes Königreich, Belgien

Im gesamteuropäischen Vergleich werden die Differenzen noch deutlicher. Die Pro-Kopf-Kaufkraft der Schweiz liegt rund 14-mal höher als die des Landes mit dem niedrigsten Wert. Die Spannweite zwischen den beiden Ländern beträgt 49.837 Euro pro Kopf.

Insgesamt liegen 17 Länder (ca. 40 %) über einem Kaufkraftindex von 100 und damit über dem europäischen Durchschnitt. 24 Länder (ca. 60 %) befinden sich unterhalb dieses Wertes.

Kaufkraftunterschiede innerhalb der europäischen Länder: Beispiel Polen

Die Kaufkraftunterschiede zeigen sich nicht nur zwischen Staaten, sondern auch deutlich innerhalb einzelner Länder im Vergleich zwischen administrativen, postalischen und mikrogeographischen Gebieten. Nationale Durchschnittswerte sind nicht geeignet, diese innerstaatlichen Disparitäten abzubilden und können, wenn sie als einzige Grundlage genutzt werden, vorhandene regionale Potenziale überdecken.

Polen belegt im europäischen Vergleich Rang 26 und weist einen Kaufkraftindex von 69 auf – deutlich unter dem europäischen Durchschnitt. Auf regionaler Ebene ergibt sich jedoch ein differenzierteres Bild:

Rang 2025NUTS-3-NameEinwohnerKaufkraftindex* (100 = Land)
1Miasto Warszawa1.854.972179
2Miasto Kraków805.615143
3Miasto Poznań533.162142
4Miasto Wrocław669.429142
5Trójmiejski756.381131
6Miasto Łódź641.568123
7Warszawski Zachodni718.969122
8Katowicki681.619120
9Miasto Szczecin384.445116
10Gliwicki431.034112

* Index je Einwohner

Während ländlichere Gegenden eine unterdurchschnittliche Kaufkraft vorweisen, hat die Hauptstadtregion Warschau im europäischen Vergleich einen Kaufkraftindex von 124. Damit liegt die Kaufkraft dort über der in zahlreichen Regionen in Frankreich, dem Vereinigten Königreich, Spanien und Italien.

Noch detailliertere Einblicke sind auf postalischer Ebene möglich:

Kaufkraft pro Kopf in Warschau in Postleitzahlgebieten 5-stellig

Die dargestellten Kaufkraftdaten verdeutlichen, wie wichtig feinräumige Daten sind, um regionale Unterschiede und damit zusätzliche Marktpotenziale zu identifizieren. Die Vielfalt der Regionen Europas zu erkennen und zu nutzen, eröffnet neue Chancen für Expansion und Wachstum für 2026.

Kaufkraft Europa 2025 als Grundlage für Analysen im Jahr 2026

Die in diesem Artikel gezeigten Kennzahlen sind ein Auszug aus einem umfassenden Kaufkraftprodukt von MBI, das ab sofort für Europa verfügbar ist. Die Kaufkraftdaten sowie weitere Markt– und Risikodaten auf bis zu 5 räumlichen Ebenen liefern Unternehmen im Jahr 2026 eine breite und gut fundierte Grundlage für Prognosen und datenbasierte Entscheidungen. Unternehmen aus verschiedenen Branchen nutzen die weltweit einheitlichen und vergleichbaren Kaufkraftdaten von MBI unter anderem für Markt- und Standortanalysen, internationale Vertriebs- und Expansionsplanungen, Potenzialbewertungen sowie für die Einordnung regionaler Märkte im globalen Kontext.

*Europa: In diesem Europa-Gesamtdatensatz sind die 41 wichtigsten Länder enthalten, ohne Ukraine (kriegsbedingt keine Daten für 2025)

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