{"id":26717,"date":"2025-12-18T14:06:52","date_gmt":"2025-12-18T13:06:52","guid":{"rendered":"https:\/\/www.mbi-geodata.com\/de\/?p=26717"},"modified":"2025-12-18T14:58:12","modified_gmt":"2025-12-18T13:58:12","slug":"globale-sicherheitsbilanz-2025","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.mbi-geodata.com\/de\/2025\/12\/18\/globale-sicherheitsbilanz-2025\/","title":{"rendered":"Sicherheitsbilanz 2025: Politische Konflikte auf Rekordniveau \u2013 Eskalationen verlagern sich unterhalb der Kriegsschwelle"},"content":{"rendered":"
\n
\"\"<\/figure><\/div>\n\n\n

Heidelberg \/ Karlsruhe, 18. Dezember 2025<\/em>: Das internationale Konfliktgeschehen hat 2025 einen neuen H\u00f6chststand erreicht. Zum Stichtag 30. September 2025 erfasst die CONIAS-Konfliktdatenbank weltweit 1.450 laufende politische Konflikte. Die heute ver\u00f6ffentlichte Sicherheitsbilanz 2025 \u2013 Vorl\u00e4ufige Trends (Jan-Sep) der Research Unit f\u00fcr politische Risiken von Michael Bauer International (MBI) zeigt damit eine anhaltende Verdichtung politischer Spannungen in nahezu allen Weltregionen.<\/p>\n\n\n\n

Die Analyse unterscheidet politische Konflikte in f\u00fcnf Intensit\u00e4tsstufen \u2013 von Disputen bis zu Kriegen. 35 Konflikte werden derzeit als Kriege eingestuft, weitere 54 als begrenzte Kriege. Hinzu kommen 523 gewaltsame Krisen, die unterhalb der Kriegsschwelle liegen, jedoch bereits mit politischer Gewalt verbunden sind.<\/p>\n\n\n\n

Den gr\u00f6\u00dften Anteil stellen jedoch Konflikte ohne Gewaltma\u00dfnahmen dar. Weltweit dokumentiert CONIAS 591 Dispute sowie 246 nicht-gewaltsame Krisen. Die letztgenannten sind h\u00e4ufig durch politische Blockaden, wirtschaftliche Zwangsma\u00dfnahmen, institutionelle Konflikte oder diplomatische Konfrontationen gepr\u00e4gt und bilden zunehmend den Ausgangspunkt sp\u00e4terer Gewalt.<\/p>\n\n\n\n

\u201eDer sicherheitspolitische Fokus auf Kriege allein greift zu kurz\u201c, sagt Dr. Nicolas Schwank, Leiter der Erhebung. \u201eUnsere Daten zeigen, dass sich politische Risiken heute h\u00e4ufig lange vor milit\u00e4rischer Eskalation aufbauen. Ein Gro\u00dfteil relevanter Dynamiken entfaltet sich in nicht-kriegerischen Konfliktstufen, die in der \u00f6ffentlichen Wahrnehmung oft untersch\u00e4tzt werden.\u201c<\/p>\n\n\n\n

Sowohl innerstaatliche als auch zwischenstaatliche Konflikte pr\u00e4gen das aktuelle Bild. W\u00e4hrend die Mehrheit der Kriege und gewaltsamen Krisen innerstaatlicher Natur ist, entf\u00e4llt ein erheblicher Teil der Dispute und nicht-gewaltsamen Krisen auf zwischenstaatliche Auseinandersetzungen, etwa im Kontext von Handel, Sanktionen, Grenzfragen oder politischer Einflussnahme.<\/p>\n\n\n\n

Die Sicherheitsbilanz 2025 basiert auf der CONIAS-Konfliktdatenbank, die urspr\u00fcnglich an der Universit\u00e4t Heidelberg entwickelt wurde und heute monatlich rund 600.000 konfliktbezogene Datens\u00e4tze auswertet. Die Angaben stellen analytisch klassifizierte Sch\u00e4tzungen auf Grundlage kontinuierlicher Datenerhebung dar und k\u00f6nnen im Zuge redaktioneller Aktualisierungen angepasst werden.<\/p>\n\n\n\n

Kontakt f\u00fcr R\u00fcckfragen und Datenanfragen:<\/strong> info@mbi-geodata.com<\/a><\/p>\n\n\n\n

\n
Sicherheitsbilanz 2025 anfordern<\/a><\/div>\n<\/div>\n\n\n\n

<\/p>\n

Teilen<\/h3><\/div>